Seit dem Jahr 2000 hat NCMS in Chattisgarh jeden März Aktionen zum Weltweiten Frauenstreik organisiert. Tausende Frauen, forwiegend landwirtschaftliche Arbeiterinnen, machen Kundgebungen und Märsche. Männer unterstützen sie, indem sie das Kochen übernehmen und sonstiges mehr; manche Landbesitzer leihen ihre Lastwagen. Manju Gardia, die Gründerin des NCMS, hat den Streik zu den Menschen an der Basis in Orissa, Kerala, Madhya Pradesh, Bangalore, Maharashtra, Kamateka und Tamil Nadu gebracht. NCMS hat Kampagnen für: Beendigung von Leibeigenschafts- und Kinderarbeit Landwirtschaftliche ArbeiterInnen müssen oft von den Grundbesitzern Geld leihen, die ihnen dann illegale Schulden auferlegen, die ganze Familien dazu zwingen für Generationen für sie zu arbeiten. NCMS zeigt die Arbeit auf, die versklavten Frauen und Kinder leisten, die die Grundbesitzer nicht einmal zur Abarbeitung der Schulden der Familie anrechnen. NCMS haben Urteile beim Höchstgericht gewonnen, die viele Familien befreit haben, mit voller Entschädigung (je 25.000 Rupien) und einem Entlassungsschein im Namen der Frau und des Mannes, um klar zu stellen, dass sie beide Anspruch auf des Geld haben. Nahrungssicherheit Chattisgarh ist die „Reisschüssel Indiens". Dürren, Hitzewellen, Fluten und verdorbene Ernten haben mit dem Klimawandel zugenommen. Im Jahr 2003 haben frauengeführte Haushalte Entschädigung für verlorene Ernten aufgrund von Fluten gewonnen. Kornbanken sind in vielen Dörfern aufgebaut worden. Jede Frau steuert während der Ernte zweimal 5 kg Reis bei. Jede Bank wächst zu etwa 300kg pro Jahr an, wovon jede Frau ausleihen kann. Reisleihen werden mit etwas mehr Reis als Zinsen zurückbezahlt. Saatbanken erhalten einheimisches Saatgut für Reis, Dhall und Gemüse (die durch Anpflanzen von Saatgut fur den Export vernichtet wurden) und genmodifiziertes Saatgut wird abgelehnt. Einheimisches Saatgut ist biologisch, billiger, robuster, braucht weniger Wasser und wächst schneller. Landwirtschaftskooperativen verkaufen die Hälfte des Getreides und sparen den Rest. Ein Teil des Geldes wird dafür verwendet, Frauen in anderen Dörfern zu helfen ihre Kooperativen aufzubauen. Eine Unterschriftenkampagne hat eine vom Staat unterstützte monatliche Ration von 40kg Reis für alleinstehende Frauen ermöglicht – unverheiratete, geschiedene oder verwitwete Frauen – die nach der Ernte kein Einkommen haben. Zwei Saris wurden von jedem Dorf als Petition verwendet und der Regierung geschickt. 100 Dörfer nahmen teil. Viele Organisationen schlossen sich im Jahr 2000 der Kampagne für ein nationales Nahrungsgesetz an.
Grundrechte NCMS hilft Frauen, ihre Namen in Grundbucheintragungen einzutragen, damit sie nicht zur Zwangsräumung ihrer Häuser gezwungen werden können wenn ihre Ehemänner sterben oder sie sich trennen wollen. „Revolving Fund" Ein paar Frauen bekommen ein Zuchttier oder Geld, um Saatgut zu kaufen. Die geben dann etwas Geld vom Verkauf des Ernteüberschusses oder die Jungtiere, wie zum Beispiel Zicklein, an andere Frauen weiter. Ein kleiner Anteil geht an den Village Action Group fund (Dorfaktionsgruppe), der von NCMS Mitgliedern geführt wird, um Kredite mit niedrigen Zinsen an Frauen zu geben für Notfälle, oder um Bücher und Schuluniformen zu kaufen. Gleiche Bezahlung und höhere Löhne, für soziale Sicherheit und Pensionen Landwirtschaftliche Arbeiterinnen sind während der Erntezeit in Streik getreten – Männer bekommen höhere Löhne obwohl die Frauen mehr Getreide anbauen und ernten. Frauen arbeiten von Juli bis November in den Reisfeldern. Den Rest des Jahres bekommen sie keinen Lohn. In manchen Gegenden arbeiten sie März und April im Wald, sammeln Beeren, Honig, Kräuter und Harz. Für den Rest des Jahres ziehen sie in die Stadt um Arbeit mit sehr niedrigem Lohn auszuüben, wie Ziegelmachen oder Arbeit am Bau. Manche überleben als Prostituierte. NCMS organisiert mit Hausangestellten, die besonders von Vergewaltigung bedroht sind. Gerechtigkeit für Überlebende von Vergewaltigung und Gewalt im Heim NCMS kämpft dafür, Vergewaltigung durch Ehemänner und die mit Macht und Autorität zu beenden – sie gehen zum Höchstgericht und erreichen Gerechtigkeit für Opfer von Vergewaltigung, und sie unternehmen aktive Schritte. Frauen aus verschiedenen Dörfern haben Hochzeiten von Vergewaltigern unterbrochen und haben vor den Häusern von Ehemännern demonstriert, die ihre Frauen schlagen. NCMS bringt Selbsthilferechtstraining darüber, wie man Vergewaltigung bei der Polizei anzeigt und wie man einen Rechtsfall durchficht. Recht auf Grundschulbildung Village Action Committee stellen sicher, dass Lehrer die Kinder nicht schlagen oder sie dazu zwingen für sie zu arbeiten, und sie verlangen gesundes, nahrhaftes Essen in den Schulen. Zugängliche Krankenpflege In Kräuter- und Alternativmedizincamps bereiten Frauen der Stämme Medizin aus Waldpflanzen zu und reisen in andere Dörfer um Behandlungen zu geben. NCMS verlangt auch ein gratis Frauenspital. Resourcen für Frauen und Kinder mit Behinderungen Rollstühle, Hörgeräte und Ausweise für Behindertenpensionen sind errungen worden. Sie kämpfen dafür, dass alle Kinder gemeinsam in die Schule gehen sollen, dass sie nicht getrennt sein sollen. NCMS unterrichtet Frauen darin, wie sie in den Panchayat (Gemeindeverwaltung) gewählt werden können und wie sie verantwortlich bleiben können. Frauen sind in vielen Gemeinderäten in der Mehrheit. |