MUMIA ABU-JAMAL UNTERSTÜTZT DEN WELTWEITEN FRAUENSTREIK

Mumia Abu-Jamal, der ehemalige Black Panther, der in den Vereinigten Staaten seit 1981 in der Todeszelle einsitzt und gegen diese ungerechte Verurteilung kämpft, hat von seiner Gefängniszelle aus den Streik willkommen geheißen, als "einen Teil der immensen Massen gegen Krieg und Besatzung, in einer Welt in der Krieg jetzt unsere Norm ist." Er zitiert extensiv aus der einflußreichen Streitschriftt der 1970er Jahre, Sex, Race and Class ("Geschlecht, Rasse und Gesellschaftsschicht") von Selma James, der Witwe von CLR James und Koordinatorin des Weltweiten Frauenstreiks. Er sagt der Streik "erkennt die grundlegende Ungerechtigkeit, die in das kapitalistische Wirtschaftssystem eingebaut ist... Klassen-,rasse- und geschlechtsbezogene Ausbeutung liegen dem Allen zugrunde."

"Was Frauen wollen"

[2/26/04] Copyright 2004 Mumia Abu-Jamal

"Was die halbe Welt will

Wenn wir uns nach den allgegenwärtigen Werbespots richten, die an unseren Augäpfeln vorüberflitzen, möchte man denken, dass die meisten Frauen eine Frisiermaschine oder ein neues, verbessertes Hautpeeling wollen. Weil ein jedes dieser Dinge ein nagelneues, sexy Du verspricht. Aber da ist eine Welt jenseits des grellen Scheines des Fernsehschirmes, in der Frauen politisch organisieren und kämpfen - nicht für neues Spielzeug, sondern für eine neue Welt.

Am 8.Marz 2004 werden Frauen rund um die Welt, in Los Angeles, England, Argentinien, Uganda, Peru, Philadelphia, San Francisco, in Guyana, in Südindien, in Trinidad & Tobago, in Spanien den fünften Weltweiten Frauenstreik abhalten.

Eine Bewegung, in der sich Frauen in etwa 60 Ländern engagieren, von denen viele in Graswurzelbewegungen aktiv sind. Die für Entlohnung für Hausarbeit kämpfen, für sichere, saubere Wasserresourcen, für Unterkunft, Bildung, Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern und Frieden. In einer Welt in der Krieg jetzt unsere Norm ist, ist der Streik ein Teil der grossen Massen gegen Krieg und Besatzung. Nicht nur im Irak, sondern auch in Palästina, in Kolumbien, im Kongo und in Kaschmir. Der Slogan unter dem ihre Aktivitäten laufen und der Streikende aus einer breiten Vielfalt von Kämpfen zusammenbringt, ist täuschend einfach: 'Investiert in Fürsorge, nicht in Töten'. Obwohl die Bewegung vor Jahren als die Kampagne für Entlohnung für Hausarbeit in England begann, ist sie beträchtlich zu einer weltweiten antirassistischen und antisexistischen Bewegung angewachsen. Die Bewegung erkennt die grundlegende Ungerechtigkeit, die in das kapitalistische Wirtschaftssystem eingebaut ist. Die Ausbeutung, die auf Klasse, Rasse und Geschlecht basiert, liegt all diesem zu Grunde. Frauenfragen sind von Land zu Land verschieden und unterscheiden sich auch zwischen den Gesellschaftsschichten im selben Land. Trotzdem gibt es auch Ähnlichkeiten in den Grundlagen auf denen diese Unterschiede basieren. Über die unterstützende Rolle der Frauen im Haus, schreibt die marxistisch feministische Selma James in ihrem einflußreichen Pamphlet Sex, Race and Class ("Geschlecht, Rasse und Gesellschaftsschicht") von 1973: 'Hausfrauen sind in Produktion involviert und, was dasselbe ist, in der Reproduktion von ArbeiterInnen. Das, was Marx Arbeitskraft nennt. Sie dienen jenen, die täglich durch die Arbeit für Lohn zerstört werden und die täglich erneuert werden müssen. Und sie kümmern sich um und erziehen diejenigen, die darauf vorbereitet werden zu arbeiten, wenn sie erwachsen sind.' Grundsätzlich, argumentiert James, weil die Arbeit der Frauen eine so wichtige Rolle in der kapitalistischen Reproduktion übernimmt, sollte sie eine entsprechende Entschädigung erhalten.

Auf der ganzen Welt versuchen Frauen, ihre Lebensbedingungen und die der Familien und Gemeinden zu verbessern. In England wird im Crossroads Women's Centre, 230a Kentish Town Road, London, NW5 2AB der Streik koordiniert. Ihre E-mail Adresse ist: womenstrike8m@server101.com

In Peru kann man dem Centro de Capacitacion para Trabajadoras del Hogar in Lima e-mailen: ccth@terra.com.pe <mailto:ccth@terra.com.pe> . In Trinidad & Tobago ist die National Union of Domestic Employees aktiv, die folgende E-mail Adresse hat: domestic@tstt.net.tt <mailto:domestic@tstt.net.tt> <mailto:domestic@tstt.net.tt> . Hier in den Vereinigten Staaten gibt es Crossroads Women's Centres in LA, in San Francisco und in Philadelphia. Ihre Adressen sind ganz einfach: la@crossroadswomen.net <mailto:la@crossroadswomen.net>, sf@crossroadswomen.net <mailto:sf@crossroadswomen.net> und philly@crossroadswomen.net <mailto:philly@crossroadswomen.net>. Diejenigen, die keinen Zugang zum Internetz haben, können sie telephonisch erreichen: LA (323)-292-7405, SF (415)-626-4114 und Philly (215)-848-1120. In Kampala in Uganda ist die Kaabong Frauenorganisation nicht mit Krieg in einem fernen Land beschäftigt, sondern im eigenen Land. In Uganda herrscht seit 17 Jahren Krieg. Ihre Forderung ist nicht nur für Frieden, sondern auch für Land und Wasser. Dort nämlich, wie fast überall im Rest der Welt, lastet die Landwirtschaft auf den Rücken von Millionen von Frauen. Der Kaabong Frauenorganisation kann man auf akulum@hotmail.com <mailto:akulum@hotmail.com> e-mailen. Investiert in Fürsorge, nicht in Töten, hmmmm, was für eine Vorstellung. Aus der Todeszelle spricht Mumia Abu-Jamal."

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