Internationale Petition an die Regierung der Vereinigten Staaten

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – jetzt!

In Anbetracht dessen, dass die US-Regierung sich in ihrer Innenpolitik und in internationalen Abkommen (z.B. dem IAO-Abkommen, CEDAW (Konvention über die Abschaffung aller Formen von Diskriminierung von Frauen), und in der Pekinger Aktionsplattform) gegen Lohngleichheit – gleichem Lohn für gleichwertige Arbeit – stellt; und

in Anbetracht dessen, dass die US–Regierung durch ihre Politik der Behinderung von Lohngleichheit in internationalen Foren multinationale Konzerne dabei unterstützt, Frauen in der gesamten Weltwirtschaft unter ihrem Wert zu entlohnen, und

in Anbetracht dessen, dass die USA (das einzige wohlhabende Land, in dem Frauen weder Anspruch auf Mutterschaftsgeld noch auf Mutterschaftsurlaub haben) sich auch gegen internationale Abkommen stellt, die sonstige finanzielle Leistungen für Frauen fordern, z.B. bezahlte Stillpausen; und

in Anbetracht dessen, dass die Unterbezahlung von Frauen eine massive Subventionierung von Unternehmern darstellt, die gleichermaßen sexistisch wie rassistisch ist; und

in Anbetracht dessen, dass Niedriglohnjobs im Pflege- und Dienstleistungsbereich häufig ausschließlich mit Frauen besetzt werden, ähnlich wie die Hausarbeit, die sie daheim unbezahlt verrichten sollen; und

in Anbetracht dessen, dass alle Frauen, und besonders Mütter, die die unverzichtbare und dennoch unbezahlte Arbeit der Betreuung von Kindern und/oder anderen Pflegebedürftigen leisten, dafür dadurch bestraft werden, dass sie die schlechtesten Löhne erhalten, wenn sie arbeiten gehen, sowie dadurch, dass sie bei der Anerkennung von Rentenjahren, der Kranken- und Arbeitslosenversicherung (und anderen Bereichen) diskriminiert werden; und

in Anbetracht dessen, dass die Kluft in der Bezahlung zwischen Frauen und Männern nicht geschlossen werden kann, ohne zunächst die Verantwortung und die Fertigkeiten, die Frauen zur Verrichtung ihrer Arbeiten einsetzen, neu zu bewerten, in Vergleich mit den von Männern in ihren Arbeiten eingesetzten Fertigkeiten; und

in Anbetracht dessen, dass in den USA, der reichsten und mächtigsten Nation der Welt, die durchschnittliche Bezahlung von Frauen von 76% im Jahre 1992 auf aktuell 73% der Löhne von Männern gefallen ist (62.6% für Schwarze Frauen, 53.1% für Lateinamerikanerinnen); und

in Anbetracht dessen, dass Lohngleichheit einen bedeutenden Schritt darstellt bei der Neubewertung aller von Frauen verrichteten Arbeit, bei der Anhebung aller Frauenlöhne und des Status aller Frauen, wie auch bei der Festsetzung von Rechten, auf die alle Frauen Anspruch haben;

FORDERN wir, DIE UNTERZEICHNENDEN, deshalb alle Abteilungen der US- Regierung auf, sich auf die Seite von Frauen (in ihrer überwiegenden Mehrheit überarbeitet und unterbezahlt) zu stellen, sowie

alle Einwände gegen Lohngleichheit zurückziehen – bzw. aktiv für Lohngleichheit und Mutterschutzbestimmungen für alle Frauen einzutreten und

in internationalen Konventionen solche Bestimmungen zu unterzeichnen, zu ratifizieren und in Kraft treten zu lassen, die Frauen ihren Anspruch auf die Entlohnung und Leistungen, die sie sich vielfach verdient haben, sicherstellen.

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Herausgegeben von International Wages for Housework Campaign (WFH).
mit der Unterstützung von Philadelphia Coalition of Labor Union Women (CLUW) und
Philadelphia and PA National Organization for Women (NOW)
. .

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Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – jetzt! UnterstützerInnen

Mail to: WFH, P.O. Box 11795 Philadelphia PA 19101
Phone: 215-848-1120; Fax: 215-848-1130.
Email: 72144.1055@compuserve.com

Website: www.payequity.net

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