Maenner unterstuetzen den zweiten weltumspannenden Streik der Frauen

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Am 8. Maerz 2000 nahmen Frauen in 65 Laendern an einem Streik teil, um aufmerksam auf ihre bezahlte wie auch unbrzahlte Arbeit zu machen, dies um so ihren Anteil am dadurch entstandenen Reichtum geltened zu machen. Diese Frauen werden auch im Jahr 2001 wieder demonstrieren. Dabei werden sie von vielen Maennern unterstuetzt, die als Begruendung angeben, das Frauen ihr Leben lang, sei es als Partner, Frau, Mutter, Tochter, Schwester, Freubdin oder Kollegin zu hart und fuer zu wenig arbeiten. Sie kuemmern sich um die Manner, die Kinder, die Familien und sind zustaendig fuer das gesamte soziale Gemeinwesen. Frauen leisten 2/3 der weltweiten Arbeit fuer 5% des gesamten Einkommens, wiederum 2/3 dieser Arbeit ungeltlich. Ohne diese Leistung koennte niemend existieren.

Aber auch Maenner haben uns berichtet, fuer zu wenig Bezahlung arbeiten zu muessen. Dem Beispiel der Frauen folgend haben wir Maenner ein neues Verhaeltnis fuer die bezahlte und unbezahlte Arbeit gewonnen, die wir unfreiwillig zu leisten haben. Und wie die Frauen, wollen wir auch keine Zeit verschwenden – wie eine der Streikenden Frauen gesagt hat – mit dem, was eigentlich unser Leben sein sollte. Es reicht schon, das wir vieles tun, was wir nicht gerne tuen, und viel zu wenig Zeit und Geld haben, um das zu tuen was wir gerne tuen wuerden. Es muesste nicht so sein: Der Reichtum weltweit ist gross genug, um jeden Einzelnen geben zu koennen, was er braucht. Und wir wissen, dass wir staerker sind, wenn wir die Frauen unterstuetzen, um so gemeinsam Anspruch auf diesen Reichtun zu erhalten und unser Leben damit veraendern koennen.

Männer aus Argentinien, Australien, Großbritannien, Frankreich, Kanada, Guyana, Indien, Irland, Italien, Kenia, den Philippinen, Quebec, Uganda und den USA haben den weltweiten Frauenstreik am 8. März 2000 unterstützt. Sie leisteten Hausarbeiten vom Kochen bis einschließlich zur Kinderpflege. Sie halfen beim Transport genauso wie mit technischer Unterstützung bei den Plakaten, der Beschallung sowie durch Video- und Computeranlagen. Sie übersetzten Flugblätter ebenso wie Briefe und machten Plakate für den Streik. Manche organisierten Benefizveranstaltungen und andere Feierlichkeiten, andere nahmen an Märschen, Streiks und Nachtwachen teil.

Bullet1.gif (122 bytes) In Guyana trafen sich dreizehn Männer, um ihre Unterstützung des weltweiten Streiks der Frauen zu bekunden, und diskutierten Vorschläge für eine Hausarbeits-Rente, Bewilligungen für einen Familien-Zuschuss und Änderungen im Vergewaltigungs-Recht, letzteres, um im Streitfall der Verteidigung die Möglichkeit zu nehmen, eine Frau als "generell unmoralischen Charakter" darzustellen, wie z.B. die sexuelle Geschichte der Frau mit einzubeziehen, um sie zu diskreditieren.

Bullet1.gif (122 bytes) In Irland unterstützte ein Senat die Forderung für einen bezahlten nationalen Feiertag zur Anerkennung der Frauenarbeit.

Bullet1.gif (122 bytes) Auf den Philippinen wurde ein Mann von einem Nationalen Tagesblatt interviewt, der meinte: "Wir glauben, dass die Unterdrückung der Frau grundsätzlich damit zusammenhängt, dass ihre Arbeit nie gewürdigt wurde."

Bullet1.gif (122 bytes) In Südafrika COSATU (Kongress der Südafrikanischen Gewerkschaft) wurde eine Entscheidung zur Unterstützung der Forderungen des Streiks erlassen.

Bullet1.gif (122 bytes) In Los Angeles haben Männer den Telephondienstt übernommen und erarbeiteten ein Nachschul-Programm für Kinder, um den Frauen zu Freizeit zu verhelfen.

Bullet1.gif (122 bytes) In Philadelphia haben Männer, die Organisationen von Sozial- und Gemeinschaftswesen angehören, ein Gesuch für das Billigkeitsrecht (Pay Equity Now!) eingereicht. Einige trafen sich später mit dem Herausgeber einer bedeutenden Tageszeitung, die über die Lancierung des Internationalen Frauentages nicht berichtet hatte.

"Auch Männer verrichten unbezahlte Arbeit. Aber den Großteil der unbezahlten Arbeit leisten Frauen: Wenn eine Person die Hausarbeit macht, das Zubereiten und Anrichten des Essens sowie die Erziehung der Arbeitskräfte der Zukunft all dies kostenlos für die Regierung und die Geschäftswelt."  
Männer-Werkgruppe zur Unterstützung des weltumspannenden Frauenstreiks, Buxton-Friendship, Guyana, 5 März 2000.

Dem Beispiel der Frauen folgend begannen einige Männer in Ländern vom Süden bis zum Norden über die unbezahlte Arbeit, die sie leisten, zu berichten. Bitte weiterhin freiheraus zur Liste beitragen:
Ehrenamtliche Arbeit bei Nationalen Katastrophen und Unglücken
$ Briefeschreiben und Lesen für diejenigen, die nicht lesen und schreiben können $ Dorfstraßen, Gemeindegebäude, Schulen, Krankenhäuser reparieren $ Brunnen graben für Wasser $ sich gegen Vertreibung zur Freigebung von Dämmen und Entforstung wehren $ sich mit Hunger abfinden $ die Familie verteidigen gegen Militär oder Truppen $ Kriege führen, die nur den Reichen dienen $ sich von Krankheit, Verletzungen und Dienstunfähigkeit erholen $ sich gegen schlechtes Essen und Umweltverschmutzung wehren $ beim Schultreffen der Kinder dabeisein $ Krankenhaus-Besuche für Verwandte und Freunde $ pflichtmäßig zum Wehrdienst antreten $ sich nachder Arbeit entspannen können, um die Frustration nicht an Frau und Kindern auszulassen $ mit Krach, Schmutz, Chemikalien und radioaktivem Material am Arbeitsplatz und draußen umzugehen $ vor Verfolgung und Überfällen fliehen $ mit Einwanderungsamtpersonal umgehen $ neue Sprachen lernen, wenn man auswandert $ sich bei Fürsorgeamtstellen beschweren, die ihr Geld kürzen wollen $ Hausbesetzung, um erschwingliche Unterkunft zu finden $ als Gefangener für nichts zu arbeiten $ unschuldig im Gefängnis sitzen $ stundenlange An- und Abfahrt zu und vom Arbeitsplatz $ mit Regierungspersonal, Ärzten, Rechtsanwälten diskutieren, um berechtigte Information und Hilfsmittel zu erhalten $ Bekanntmachung an Eltern, am Arbeitsplatz und bei Freunden, dass man homosexuell ist , dies nicht nur einmalig, sondern täglich $ sich gegen Geschlechts- und Rassenhass wie auch gegen andere Blindgläubige wehren
$ diese Liste wird fortgesetzt…

Was können Männer tun, um den
weltweiten Streik der Frauen zu unterstützen ?

Sprecht positiv für den Streik. Macht Werbung. schreibt, faxt, E-Mailt und sprecht zu euren Freunden, Kollegen, Schwestern, Brüdern, Kindern, Großeltern, Nachbarn usw. Hängt das Streikflugblatt ans Schwarze Brett am Arbeitsplatz, verteilt es im Schwimmbad, in der Schule. Sagt uns, warum ihr den Streik unterstützt, und wie. Fügt eine eigene Liste eurer unbezahlten und nicht gewürdigten Arbeit zu der existierenden Liste der unbezahlten Arbeit für Männer. Diese werden an der Streik-Website angeschlagen.

Steht zusammen mit den Frauen gegen Vergewaltigung und jegliche Art von Gewalt gegen Frauen und Kindern ein. Sexual-Gewalttäter und Peiniger jeder Sorte entfremden uns nur von Frauen und Kindern, und schwächen uns alle.

Helft mit Kinderpflege, Essenszubereitung, Transport, finanziellen Stiftungen. Macht mehr Hausarbeit, damit sich die Partnerin/Frau/Freundin für den Streik organisieren kann. Was immer für freie Zeit Frauen bekommen können, bedeutet Wert/Kraft, die uns allen zugute kommt.

Seit Ihr aktiv beschäftigt in einer Organisation? Habt ihr Zugang zu den Medien? Könnt ihr mit Übersetzungen helfen? Kontaktiert uns. Eure Fähigkeiten werden dringend gebraucht!

EINE STUNDE
EURES LOHNES FÜR DEN
WELTWEITEN STREIK DER FRAUEN

Ihr wollt den Streik unterstützen, habt aber keine Zeit. Könnt ihr eine Stunde eures Lohnes entbehren? Eine Stunde zwischen jetzt und dem Streik oder aber eine Stunde im Monat, oder pro Woche Š Oder schickt uns, was immer ihr entbehren könnt. Organisiert eine Geldsammlung mit Kollegen und Freunden. Schickt sie zum "Women's Strike Fund" an die unten angegebene Adresse. Auch wenn Männer nicht viel haben, haben wir doch oftmals mehr als die Frauen.

Seit ihr Mitglieder einer Gewerkschaft?

Veranlasst eure Gewerkschaft, den weltweiten Streik der Frauen zuunterstützen. Eine Musterlösung der Beschlussverfassung ist auf der Website (oder von uns) zu beziehen. Und wie wäre es mit einer finanziellen Stiftung von den Gewerkschaften? Sie sollten auch die Pay Equity Petition (auf der Website oder von uns) unterstützen: Frauen und sollten die gleiche Belohnung erhalten für gleichwertige Arbeit, wo immer sie auch wohnen. Warum soll ein Fabrikarbeiter in den USA $18 die Stunde bekommen, während er in Sri Lanka nur $0.47 bekommt?

Issued by PAYDAY men’s network, organising with the Wages for Housework Campaign for wages for all unwaged work

PO Box 287 London NW6 5QU, UK
Tel +44 (0)20 7209 4751

Fax +44 (0)20 7209 4761
Email: payday@paydaynet.org

Why men support the Global Women's Strike
statements from 2001

statements from 2000

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